Krank und ohne Papiere?
MediNetz Essen ist eine Menschenrechtsinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Papiere oder ohne Krankenversicherung zu verbessern. Diese sind durch die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland ganz oder teilweise von medizinischer Versorgung ausgeschlossen. Wir vermitteln medizinische Hilfe für Menschen ohne Aufenthaltsstatus oder Versicherungsschutz. In den Sprechstunden wird festgestellt, durch welche Ärzt*innen die Behandlung am besten durchgeführt werden kann. Dann vermitteln wir an die Ärzt*innen, die sich bereit erklärt haben, Menschen anonym und kostenlos bzw. kostengünstig zu behandeln. Bei Bedarf können wir Übersetzer*innen vermitteln.
Sprechstunden 2026
Die Sprechstunde für alle Hilfesuchenden findet jeweils montags von 18.00 bis 19.30 Uhr in den Räumen von ProAsyl statt (Friedrich-Ebert-Str. 30).
Es kann auch telefonisch (+491781982995) oder per WhatsApp Kontakt aufgenommen werden.
Das Telefon ist durchgehend besetzt. Die Mailbox wird regelmäßig abgehört.
Plenum
Das monatliche Plenum der Aktiven und Interessierten findet am 1. Montag im Monat (an Feiertagen ggfls. abweichend) ab 19.00 Uhr in den Räumen von ProAsyl statt. Ein weiteres Plenum halten wir jeweils online am 3. Montag im Monat ab. Interessierte können über Zoom teilnehmen. Die entsprechenden Kontaktdaten werden dann zugeschickt.
Mitgliedsversammlung 2026
Am 20. April 2026 fand unsere jährliche Mitgliedsversammlung statt. Es wurde über die Aktivitäten in 2025 und die anstehenden Aufgaben im Jahr 2026 diskutiert. Nach Entlastung des alten Vorstands wird ein neuer Vorstand gewählt. Der neue Vorstand setzt sich aus Gerhard Bonnekamp, Delia Streuter, Lutz Johnsen, David Kooshani, Marie Morys, Razieh Torabi und Lena Wagner zusammen. Das Protokoll und der Vorstandsbericht für 2025 sind hier Mitgliedsversammlung/Vorstandsbericht2026 nachzulesen.
MediNetz Hochschulgruppe Essen
Seit dem Wintersemester 2024/25 gibt es die MediNetz Hochschulgruppe Essen, die sich bei den Studierenden um die Aufklärung über und Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Papiere und/oder Krankenversicherung kümmert.
Ziel ist es, für die Problemstellung zu sensibilisieren und sozialmedizinische Themen verstärkt in das Essener Curriculum der Humanmedizin zu integrieren. Dazu gehören Aktivitäten wie „Gesundheitspolitische Vorträge, Vernetzung mit studentischen und sozialen Initiativen und die Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin am UK Essen (IfAm)“.
MediNetz Essen nimmt im Rahmen des klinischen Wahlfachs
„StuPra – Versorgung Nicht-Krankenversicherter, Wohnungsloser und Menschen in schwierigen Lebenslagen“
an der Ausbildung von Studierenden teil.
Am 20. April 2026 fand die Mitgliedsversammlung der Hochschulgruppe statt. Vorstand und Kassenprüfer wurden entlastet. Der Vorstand aus Marie Morys und Razieh Torabi wurde im Amt bestätigt.
Aktivitäten
Am 19. Januar 2026 hatten wir Frau Eğlence und Herrn Mostofizadeh von der Landtagsfraktion der Grünen zu Gast in unserem Plenum.
Wir hatten Gelegenheit, u.a. gesundheitspolitische Fragen zu Themen wie „anonyme Gesundheitsversorgung“, „Clearing“ und „Versorgung von Schwangeren im Krankenhaus“ zu besprechen.
Es gab einen angeregten Austausch und die Verabredung, diesbezüglich weiterhin im Gespräch zu bleiben.
